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dies Wiederſehen bereitete, ihm wieder jene volle Geſundheit ſchenke, die ihm gefehlt.
Jetzt erſt bot er Roland an, ſein Frühſtück zu theilen, indem er ſich anheiſchig machte, auf fran⸗ zöſiſche Weiſe ſerviren zu laſſen.
Roland nahm an; aber wie alle Soldaten, welche jene rauhen Kriege der Revolution mitgemacht, wo ſo oft das Brod gefehlt, war Roland ein geringer Feinſchmecker, und hatte ſich daran gewöhnt, von allen Küchen zu eſſen, in der Vorausſicht auf die Tage, wo er von gar keiner Küche zu eſſen haben würde.
Die Aufmerkſamkeit, welche Sir John hatte, ihm franzöſiſch ſerviren zu laſſen, war deßhalb beinahe eine verlorne.
Aber was nicht unbeachtet blieb, was Roland bemerkte, war die Zerſtreutheit Sir Johns, der von ganz andern Dingen den Kopf voll zu haben ſchien.
Offenbar hatte ſein Freund ein Geheimniß auf den Lippen, das nicht darüber hinwegkommen konnte.
Roland dachte, man müſſe ihm helfen.
Als deßhalb das Frühſtück beinahe zu Ende war, ſagte Roland mit jener Offenheit, die bei ihm bei⸗ nahe bis zur Barſchheit ging, indem er ſeine Ell⸗ bogen auf den Tiſch ſtemmte und das Geſicht in ſeinen Händen hielt:
„Nun, mein lieber Lord, Sie haben Ihrem Freunde Roland etwas zu ſagen, was Ihnen nicht über die Lippen will?“
Sir John zitterte und vertauſchte ſeine Bläſſe mit Purpurroth.
„Verteufelt,“ fuhr Roland fort,„das muß ſehr


