Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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ſtrebte ihm dieſer Krieg im Innern, in dem das Land ſein eigenes Blut vergießt, ſein eigenes Herz zerreißt.

In ſolchem Falle ſchien ihm die Unterhandlung an die Stelle des Krieges treten zu müſſen.

Aber wie mit einem Manne wie Cadoudal un⸗ terhandeln?

Bonaparte wußte, welche bezaubernde Kraft in ihm wohnte, wenn er ſich die Mühe nehmen wollte; er faßte daher den Entſchluß, Cadoudal zu ſehen, und ohne Roland etwas davon zu ſagen, zählte er auf ihn, wenn die Stunde dazu gekommen wäre.

Indeſſen wollte er wiſſen, ob Brune, auf deſſen militäriſche Talente er großes Vertrauen ſetzte, glück⸗ licher wäre, als ſeine Vorgänger.

Er verabſchiedete Roland, nachdem er ihm die Ankunft ſeiner Mutter angekündigt und ihm mitge⸗ theilt, daß ſie in dem kleinen Hauſe der Rue de la Victoire wohne.

Roland ſprang in einen Wagen und ließ ſich nach dem Hotel fahren.

Dort fand er Frau von Montrevel glücklich und ſtolz, wie es nur eine Frau und eine Mutter ſein kann.

Edouard war ſeit dem vorhergehenden Tage im franzöſiſchen Prytaneum.

Frau von Montrevel rüſtete ſich, Paris zu ver⸗ laſſen, um zu Amelie zurückukehren, deren Geſund⸗ heit ihr fortwährend Beſorgniſſe einflößte.

Sir John war nicht nur außer Gefahr, ſondern auch beinahe geheilt; er befand ſich in Paris, um Frau von Montrevel einen Beſuch abzuſtatten, hatte