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an die Holfter gebracht, hatten ſich zwei Mann jedes ſeiner Arme bemächtigt, während die andern ihm das Thier zwiſchen den Beinen hervorzogen.
Dies alles war ſo gleichzeitig geſchehen, daß man wohl ſah, es war ein zuvor verabredetes Ma⸗ növer.
Roland erröthete vor Wuth.
Branche⸗d'or näherte ſich ihm und nahm den Hut ab.
„Ich ergebe mich nicht,“ rief Roland.
„Es iſt unnöthig, daß Sie ſich ergeben, Herr von Montrevel,“ antwortete Branche⸗d'or mit der größten Höflichkeit.
„Und warum das?“ fragte Roland, ſeine Kräfte in einem ebenſo verzweifelten als unnützen Kampfe erſchöpfend.
„Weil Sie gefangen ſind, mein Herr.“
Die Sache war ſo vollkommen wahr, daß ſich nichts darauf antworten ließ.
„Nun gut, ſo tödtet mich,“ rief Roland.
„Wir wollen Sie nicht tödten, mein Herr,“ ant⸗ wortete Branche⸗d'vr.
„Was wollt Ihr denn?“
„Daß Sie uns Ihr Wort geben, keinen Theil mehr am Kampfe zu nehmen; um dieſen Preis laſſen wir Sie los und Sie ſind frei.“
„Nie!“ ſagte Roland.
„Entſchuldigen Sie, Herr von Montrevel,“ ſagte Branche⸗d'or,„aber was Sie da thun, iſt nicht loyal.“
„Wie!“ vief Roland außer ſich vor Wuth,„nicht loyal; Du verhöhnſt mich, Elender, weil Du weißt, daß ich mich nicht wehren, noch Dich züchtigen kann.“


