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Als der Letzte ſich erhoben, hatten die Republi⸗ kaner beinahe den dritten Theil des Weges gemacht.
Sie marſchirten mit gefälltem Bajonnette in drei Linien, jede drei Mann hoch.
Roland ritt an der Spitze der erſten Linie.
Der General Harty zwiſchen der erſten und zweiten.
Sie waren beide leicht zu erkennen, da ſie die einzigen, die zu Pferde waren.
Unter den Chouans war Cadoudal der einzige Reiter.
Branche⸗d'or war abgeſtiegen, als er den Be⸗ fehl über die acht Mann übernommen, welche Geor⸗ ges folgen ſollten.
„General,“ ſagte eine Stimme,„das Gebet iſt verrichtet und Alle ſtehen bereit.“
Cadoudal vergewiſſerte ſich von der Wahrheit dieſer Worte.
Dann rief er mit ſtarker Stimme:
„Auf, ſeid luſtig meine Jungen.“
Dieſe Erlaubniß, welche für die Chouans und die Vendéer ſo viel wie ein Trommel⸗ oder Trom⸗ petenzeichen zum Angriff bedeutete, war kaum gege⸗ ben, als die Chouans ſich mit dem Rufe:„Es lebe der König!“ in die Ebene ausbreiteten, indem ſie mit der einen Hand ihren Hut, mit der andern ihr Gewehr ſchwangen.
Nur, ſtatt in geſchloſſener Linie zu bleiben, wie die Republikaner, zerſtreuten ſie ſich wie Plänkler, indem ſie dadurch die Form eines ungeheuren Halb⸗ mondes bildeten, deſſen Mittelpunkt Georges und ſein Pferd waren.


