Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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„Sie konnten es nicht zum Voraus wiſſen, denn ich habe ihm dieſen Rath gegeben.“

„Sie waren doch noch ſo eben ganz entgegenge⸗

ſetzter Anſicht?“

„Ja, aber Sie erinnerten mich, daß ich nicht der General Harty ſei.“

Cadoudal lächelte.

„Nun laſſen Sie Ihren dritten Vorſchlag hören?“ fragte Roland mit Ungeduld; denn er begann gewahr zu werden, oder vielmehr, er war von Anfang an gewahr, daß der royaliſtiſche General die großmü⸗ thige Rolle in der Sache ſpielte.

„Mein dritter Vorſchlag,“ ſagte Cadoudal,„iſt nicht ein Vorſchlag, ſondern ein Befehl, der Befehl, welchen ich zweihundert von meinen Leuten gebe, ſich zurückzuziehen. Der General Harty hat hundert Mann, ich behalte hundert Mann zurück; meine bre⸗ tagniſchen Vorahnen waren gewohnt, zu Fuß, Bruſt an Bruſt, Mann gegen Mann zu kämpfen und häu⸗ figer einer gegen drei, als drei gegen einen; wenn der General Harty Sieger bleibt, wird er über un⸗ ſere Leichen hinſchreiten und nach Vannes zurückkeh⸗ ren; wenn er beſiegt iſt, wird er nicht ſagen, daß

es durch die Ueberzahl geſchah; gehen Sie, Herr von Montrevel, und bleiben Sie bei Ihren Freun⸗

den; Sie wiegen allein zehn auf.“

Roland lüftete ſeinen Hut.

„Was thun Sie, mein Herr?“ fragte Cadoudal.

„Ich habe die Gewohnheit, Allem, was mir groß erſcheint, zu huldigen, mein Herr, und ich grüße Sie.“

„Dann, Oberſt,“ ſagte Cadoudal,„ein letztes

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