en
er
er 18
185
Der Wagen entfernte ſich raſch.
„Vorwärts, vorwärts,“ ſagte Cadoudal,„wir haben noch vier Meilen zu machen und haben hier eine Stunde verloren.“
Dann ſich an die Henker wendend, fuhr er fort:
„Dieſer Menſch war ſchuldig, dieſer Menſch wurde beſtraft, der göttlichen und menſchlichen Ge⸗ rechtigkeit iſt Genüge geſchehen. Man ſpreche die Todtengebete über ſeiner Leiche und gebe ihm ein chriſtlich Begräbniß; Ihr hört?“
Und ſicher, daß man ihm gehorche, ſetzte Cadoudal ſein Pferd in Galopp.
Roland ſchien einen Augenblick zu zögern, ob er ihm folgen ſollte, dann, als ob er einer Pflicht ge⸗ horchte, ſagte er:
„Wir wollen Alles ſehen.“
Und ſeinem Pferde in der gleichen Richtung die Sporen gebend, welche Cadoudal eingeſchlagen, hatte er ihn mit wenigen Sätzen eingeholt.
Beide verſchwanden bald in der Dunkelheit, welche immer größer wurde, je weiter man ſich von dem Platze entfernte, wo die Fackeln den todten Prälaten
beleuchteten und das Feuer ſeine Gewänder verzehrte
X. Die Diplomatie Georges Cadoudals.
Das Gefühl, mit welchem Roland Georges Ca⸗ doudal folgte, glich dem eines halbwachen Mannes, der ſich unter der Herrſchaft eines Traumes fühlt,


