Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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die Kirche verrathen; Sohn Frankreichs, Du haſt Deinen König verurtheilt.

Leider, leider! ſtotterte der Geiſtliche.

Iſt es wahr?

Ich leugne es nicht.

Weil es unmöglich zu leugnen iſt. Was haſt Du zu Deiner Rechtfertigung zu ſagen?

Citoyen..

Wir ſind keine Citoyens, ſagte Sabre⸗tout mit einer Donnerſtimme,wir ſind Royäliſten.

Meine Herren

Wir ſind keine Herren, wir ſind Chouans.

Meine Freunde..

Wir ſind nicht Deine Freunde, wir ſind Deine Richter; Deine Richter fragen Dich, antworte.

Ich bereue, was ich gethan, und bitte Gott und die Menſchen um Vergebung.

Die Menſchen können Dir nicht vergeben, ant⸗ wortete dieſelbe unverſöhnliche Stimme,denn wenn man Dir heute vergäbe, würdeſt Du morgen auf's Neue beginnen; Du kannſt die Haut ändern, nicht das Herz. Du haſt nur noch den Tod von den Menſchen zu erwarten; was Gott betrifft, ſo bitte ihn um ſeine Gnade.

Der Königsmörder ſenkte das Haupt, der Renegat beugte die Knie.

Aber plötzlich ſich aufrichtend, ſagte er:

Ich habe für den Tod des Königs geſtimmt, das iſt wahr; aber mit einem Vorbehalt.

Welchem Vorbehalt?

Dem Vorbehalt der Zeit, wann die Hinrichtung ſtattfinden ſollte.