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Während dieſer Zeit hatten die Royaliſten Audrein aus der Diligence gezogen.
„Ah! Du biſt es alſo wirklich, Biſchof von Van⸗ nes,“ ſagte Sabre⸗tout.
„Gnade!“ rief der Biſchof.
„Wir waren von Deiner Reiſe unterrichtet, und Du biſt es, den wir erwarteten.“
5„Gnade!“ wiederholte der Biſchof zum dritten ale.
„Haſt Du Deine prieſterlichen Gewänder bei
„Ja, meine Freunde, ich habe ſie bei mir.“
„Gut, ſo kleide Dich als Prälaten, es iſt lange her, daß wir keinen ſolchen mehr geſehen.“
Man brachte für den Prälaten einen Koffer aus der Diligence; man öffnete, zog einen vollſtändigen biſchöflichen Ornat heraus und bot ihn Audrein, daß er ſich darein kleide.
Als er den vollſtändigen biſchöflichen Ornat an⸗ hatte, reihten ſich die Bauern im Kreiſe um ihn her, jeder mit ſeiner Flinte in der Hand.
Der Glanz der Fackeln ſpiegelte ſich in den Läufen, welche unheimliche Blitze ſprühten.
Zwei Männer nahmen den Biſchof und führten ihn in den Kreis, indem ſie ihn unter dem Arme ſtützten.
Er war blaß, wie ein Todter.
Es trat ein Augenblick finſteren Schweigens ein.
Eine Stimme unterbrach dieſe Pauſe; es war die von Sabre⸗tout.
„Wir werden nun zum Spruch über Dich ſchrei⸗ ten,“ ſagte der Chouan;„Prieſter Gottes, Du haſt
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