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werden Ihnen dienen; ich bin hier nicht allein Ge⸗
neral, ſondern auch Gerichtsherr und es iſt lange her, ſeitdem ich Recht zu ſprechen hatte. Sie ſagten mir, Oberſt, daß der General Brune in Nantes ſei; ich wußte es; Sie ſagten mir, daß ſeine Vorhut vier Meilen von hier in La Roche⸗Bernard liege, ich wußte es ebenfalls; aber eins, was Sie vielleicht nicht wußten, iſt, daß dieſe Vorhut nicht von einem Soldaten, wie Sie und ich, commandirt wird, ſondern von dem Citoyen Thomas Millière, dem Commiſſär der Executivgewalt. Etwas anderes, was Sie viel⸗ leicht nicht wiſſen, iſt das, daß der Citoyen Thomas Millière ſich nicht ſchlägt wie wir, mit Kanonen, Flinten, Bajonnetten, Piſtolen und Säbeln, ſondern mit einem Inſtrumente, das einer von Ihren republi⸗ kaniſchen Philanthropen erfunden und das man Guillotine nennt.“
„Es iſt unmöglich, mein Herr,“ rief Roland, „daß man unter dem erſten Conſul dieſe Art von Krieg führt.“
„Ah! verſtehen wir uns recht, Oberſt; ich ſage nicht, daß es der erſte Conſul iſt, der ſolchen Krieg führt, ich ſage, daß man ihn in ſeinem Namen führt.“
„Und wer iſt der Elende, der auf ſolche Weiſe die Autorität mißbraucht, die ihm anvertraut iſt, um mit einem Generalſtab von Henkern Krieg zu führen?“
„Ich ſagte Ihnen, er nennt ſich Citoyen Tho⸗ mas Millière; erkundigen Sie ſich, und in der gan⸗ zen Vendée und in der ganzen Bretagne wird nur eine Stimme über dieſen Menſchen herrſchen. Seit dem Tag des erſten Aufſtandes in der Vendée und
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