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naparte wird ihn um ſechs Uhr ſehen: überdies wenn er ihn früher will, wird er ihn rufen laſſen, für jetzt bin ich ſeine zweite Mutter. Womit werden wir Sie unterhalten?“
„Der erſte Conſul muß ſehr ſchöne Waffen haben,
Madame?“ ſagte der Knabe.
„Ja, ſehr ſchöne, nun, man wird Ihnen die Waffen des erſten Conſuls zeigen.“
Joſephine ging zur einen Thüre hinaus, indem ſie den Knaben mit ſich nahm, und Frau von Montre⸗ vel zur andern, indem ſie dem Huiſſier folgte.
Auf dem Wege begegnete ſie einem blonden Mann, mit blaſſem Geſichte und mattem Blicke, der
ſie mit einer Unruhe anſah, die ihm eigen zu ſein
ſchien.
Sie trat etwas auf die Seite, um ihn vorüber⸗ zulaſſen.
Der Huiſſier ſah die Bewegung.
„Es iſt der Polizeipräfect,“ ſagte er leiſe zu ihr.
Frau von Montrevel ſah ihn mit einer gewiſſen Neugierde ſich entfernen; Fouché hatte zu jener Zeit ſchon eine fatale Berühmtheit.
In dieſem Momente öffnete ſich die Thüre von Bonapartes Cabinet, und man ſah ſeinen Kopf in der halben Oeffnung.
Er gewahrte Frau von Montrevel.
„Frau von Montrevel,“ ſagte er,„treten Sie ein, treten Sie ein!“
Frau von Montrevel beeilte ſich und trat ein.
„Kommen Sie,“ ſagte Bonaparte, indem er die
Thüre hinter ſich ſchloß.„Ich ließ Sie warten, das iſt
ganz gegen meinen Wunſch: ich war im Zuge, Fouché
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