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„Hm!“ machte Leprétre,„es wäre beſſer, es hätte Dich Niemand geſehen.“
Und alle vier, ihren Pferden die Sporen gebend, verſchwanden durch die Felder nach der Seite von Chaource hin.
VI.
Der Rapport des Citoyen Fouché.
Als Frau von Montrevel andern Tages gegen elf Uhr Morgens am Hötel des Ambaſſadeurs an⸗ kam, war ſie höchſt erſtaunt, ſtatt Rolands einen Fremden zu finden, der ſie erwartete.
Dieſer Fremde näherte ſich ihr.
„Sie ſind die Wittwe des Generäks von Montre⸗ vel, Madame?“ fragte er ſie.
„Ja, mein Herr,“ antwortete Frau von Montre⸗ vel, ziemlich erſtaunt.
„Und Sie ſuchen Ihren Sohn?“
„In der That, ich begreife nicht, nach dem Brief, den er mir geſchrieben.
„Der Menſch denkt und der erſte Conſul lenkt,“ antwortete der Fremde lachend;„der erſte Conſul hat für einige Tage über Ihren Sohn verfügt und mich abgeſandt, um Sie an ſeiner Stelle zu em⸗ pfangen.“
Frau von Montrevel verbeugte ſich.
„Und mit wem habe ich die Ehre zu ſprechen?“ fragte ſie.


