u⸗ ie Ar⸗ nd,
ein bei
blick dieſer ſchönen blauen Augen, dieſer hohen Stirne, dieſer anmuthigen Lippen, dieſer von einem Lächeln halbgeöffneten weißen Zähne.
Sie begriff, daß ſie in den Händen eines ſol⸗ chen Mannes keine Gefahr lief und daß Edouard nichts Uebles hätte zuſtoßen können.
Und Morgan nicht wie den Banditen behandelnd, der die Urſache der Ohnmacht iſt, ſondern wie den Mann von Welt, der einer ohnmächtigen Frau Bei⸗ ſtand leiſtet, ſagte ſie:
„O mein Herr, wie gut Sie ſind!“
Und es lag in dieſen Worten und dem Tone, mit welchem ſie ausgeſprochen wurden, eine ganze Welt von Dank, nicht bloß für ſie, ſondern auch für den Knaben.
Mit einer ſeltſamen Coquetterie, die ganz in ſei⸗ nem ritterlichen Charakter lag, antwortete Morgan, ſtatt raſch ſeine Maske wieder aufzunehmen und ſein Geſicht ſo ſchnell damit zu bedecken, daß Frau von Montrevel nur eine flüchtige und unklare Erinnerung von ihm zu bewahren im Stande geweſen wäre, antwortete er mit einer Verbeugung auf dieſes Com⸗ pliment, ließ ſeiner Phyſiognomie reichlich Zeit, ihre Wirkung zu thun, und band erſt, nachdem er
das Flacon Leprétres Frau von Montrevel überge⸗
ben, die Schnüre ſeiner Maske wieder feſt.
Frau von Montrevel verſtand dieſe Zartheit des jungen Mannes.
„O mein Herr!“ ſagte ſie,„ſeien Sie ruhig, wo und in welcher Lage ich Sie wieder finde, Sie ſind mir unbekannt.“
„Dann, gnädige Frau,“ ſagte Morgan,„iſt es


