Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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zu ſich; wir können eine Frau nicht in dieſem Zu⸗ ſtande laſſen, meine Herren; Conducteur, ſorgen Sie für Edouard. Er übergab den Knaben ſeinen Ar⸗ men und, ſich an einen der Genoſſen wendend, ſagte er:

Ah, Du Mann der Vorſicht, haſt Du nicht ein Riechbüchschen oder ein Fläſchchen Meliſſenwaſſer bei Dir? Doch, hier! antwortete der, an welchen dieſe Frage gerichtet war.

Und er zog aus ſeiner Taſche ein Eſſigfläſchchen hervor.

Hier, mache Du die Sache mit Meiſter Jerome vollends ab, ſagte der junge Mann, welcher der Anführer der Bande zu ſein ſchien:ich übernehme es, Frau von Montvevel Beiſtand zu leiſten.

Es war in der That Zeit; die Ohnmacht der Frau von Montrevel nahm nach und nach den Charakter

eines Nervenzufalls an: heftige Zuckungen erſchüt⸗ terten ihren Körper und dumpfe Schreie drangen aus ihrer Bruſt.

Der junge Mann beugte ſich zu ihr hinab und

ließ ſie die Salze einathmen.

Frau von Montrevel öffnete die erſchrockenen Augen und riß, indem ſieEdouard! Edouard! rief, mit einer unwillkürlichen Bewegung die Maske des Mannes ab, der ihr Hilfe brachte.

Das Geſicht des jungen Mannes war entblößt. Der höfliche und lächelnde junge Mann un⸗ ſere Leſer haben ihn bereits erkannt war Mor⸗

gan

Frau von Montrevel war beſtürzt bei dem An⸗