Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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Sie ſtürzten auf ihren Kameraden, den ſie todt glaubten.

Sie fanden ihn ſtehend, wohl und geſund. Er lachte laut, während der Conducteur mit gefalteten Händen rief:

Mein Herr, ich ſchwöre Ihnen, daß keine Ku⸗

geln in den Piſtolen waren; mein Herr, ich be⸗

theure, daß ſie nur mit Pulver geladen waren. Nun ja! machte der junge Mann,ich ſehe

es wohl, daß ſie nur mit Pulver geladen waren;

aber die gute Abſicht war wenigſtens vorhanden,

nicht wahr, mein kleiner Edouard?

Dann ſich an ſeine Genoſſen wendend, ſagte er: Geſtehen Sie, meine Herren, daß das ein rei⸗

zender Knabe iſt, der ächte Sohn ſeines Vaters und der ächte Bruder ſeines Bruders. Bravo, Edouard,

Du wirſt ein Mann werden! Und den Knaben in ſeine Arme nehmend, küßte er ihn trotz ſeines Sträubens auf die beiden Wangen. Edouard wehrte ſich wie ein Teufel, da er es ohne Zweifel demüthigend fand, von einem Manne geküßt zu werden, auf welchen er ſo eben zweimal

geſchoſſen.

Inzwiſchen hatte einer der drei Genoſſen die Mut⸗ ter Edouards einige Schritte von der Diligence weg⸗

getragen und ſie auf einen Mantel am Rande des

Grabens gelegt.

Der, welcher Edouard ſo eben mit ſo viel Liebe und Hartnäckigkeit geküßt, ſuchte ſie einen Augen⸗ blick mit den Blicken und ſagte, als er ſie ge⸗ wahrte:

Mit alle dem kommt Frau von Montrevel nicht