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„Nun,“ ſagte Roland,„wir haben uns alle Arten von Artigkeiten geſagt, und ſchieden als die beſten Freunde von der Welt.“
„Welchen Eindruck macht er auf Dich?“
„Nun, den Eindruck eines wohlerzogenen Men⸗
ſchen.“
„Für wie alt hältſt Du ihn?“
„Höchſtens ſo alt wie ich.“
„Ja, das iſt wohl das Richtige; die Stimme iſt jung. Ach! Roland, ſollte ich mich täuſchen? ſollte es eine junge royaliſtiſche Partei geben?“
„Nun, mein General,“ antwortete Roland mit einer Bewegung der Schultern,„es iſt ein Reſt der alten.“
„Gut, Roland, ſo muß man eine neue daraus machen, welche meinem Sohne ergeben iſt, wenn ich je einen Sohn habe.“
Roland machte eine Bewegung, welche ſich ſo überſetzen ließ:
„Ich widerſetze mich nicht.“
Bonaparte verſtand dieſe Geberde wohl.
„Es iſt nicht genug, daß Du Dich nicht wider⸗ ſetzeſt,“ ſagte er,„Du mußt dazu beitragen.“
Ein nervöſes Zittern lief über Rolands Körper hin.
„Und wie das, General?“ fragte er.
„Indem Du Dich verheiratheſt.“
Roland lachte laut auf.
„Ich, mit meiner Pulsadergeſchwulſt!“ ſagte er.
Bonaparte ſah ihn an.
„Mein lieber Roland,“ ſagte er,„Deine Puls⸗ adergeſchwulſt hat mir ganz das Ausſehen, als ob ſie ein Vorwand wäre, ledig zu bleiben.“
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