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Sie waren, wie Morgan vermuthet, in Sachen der Genoſſenſchaft zuſammenberufen.
Morgan ging bei ſeinem Eintreten gerade auf den falſchen Courier zu und ſchüttelte ihm die Hand.
„Ah! lieber Freund,“ ſagte dieſer mit einer“ Bewegung der Sitztheile, womit er andeutete, daß man nicht ungeſtraft, wenn man auch ein noch ſo guter Reiter iſt, fünfzig Meilen auf Poſtkleppern macht,„Ihr führt ein hübſches Leben, Ihr Pariſer, und im Vergleich mit Euch ſaß Hannibal in Capua auf Stacheln und Dornen; ich warf nur im Vor⸗ beigehen einen Blick über den Ballſaal, wie es ſich
ein armer Kabinetscourier etwa erlauben darf, der
Depeſchen des Generals Maſſena für den erſten Con⸗ ſul hat. Ihr habt da, wie mir ſcheint, eine vortreffliche Auswahl von Opfern; aber Ihr müßt vor der Hand, meine armen Freunde, auf alles das verzichten; es iſt unangenehm, es iſt traurig, es iſt zum Verzweifeln, aber das Haus Jehu vor allem.“
„Mein lieber Haſtier,“ ſagte Morgan.
„Holla!“ ſagte Haſtier,„keine Familiennamen, wenns gefällig, meine Herren. Die Familie Haſtier iſt eine ehrenwerthe Familie in Lyon, welche auf dem Place des Terreaux vom Vater auf den Sohn Geſchäfte macht und die ſich ſehr gedemüthigt fühlen würde, wenn ſie erführe, daß ihr Erbe Kabinets⸗ courier geworden und ſich mit dem Nationalquerſack auf der Landſtraße umhertreibe; Lecog, ſo viel Ihr wollt, aber keinen Haſtier; ich kenne keinen Haſtier. Und Sie, meine Herren,“ fuhr der junge Mann fort, indem er ſich an Guyon, Amiet und Leprétre wandte,„kennen Sie ihn?“


