Teil eines Werkes 
2. Bd. (1857)
Entstehung
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ſarden von Verſailles, Sophie Arnoult bei Herrn von Lauraguais, die Duthé bei dem Grafen Artois gekannt und der Feinheit des Laſters den Firniß aufgetragen, mit dem ſie ihr Ungeſtüm bedeckten. Sie waren noch jung und ſchön; ſie traten, die duf⸗ tenden Haare und die parfumirten Taſchentücher ſchüttelnd, in den Salon und es war dies keine un⸗ nöthige Vorſicht, denn wenn ſie nicht Ambra oder Epheukraut gerochen, ſo würden ſie Blut gerochen haben.

Es waren Männer von fünfundzwanzig bis dreißig Jahren zugegen, welche zu der Brüderſchaft derRächer gehörten, die von der Monomanie des Meuchelmords, der Wuth des Erdroſſelns behertſcht ſchienen, die lauter Blutdurſt waren und dieſen Durſt nicht löſchen konnten; die, wenn ihnen der Befehl gegeben war, zu morden, den mordeten, der ihnen bezeichnet worden, mochte er Freund ſein oder Feind; die den Mord wie ein Rechengeſchäft abmachten; die die blutige Tratte, welche den Kopf dieſes oder jenes Jakobiners verlangte, acceptirten und ihn nach Sicht bezahlten.

Es waren junge Männer von achtzehn bis zwan⸗ zig Jahren zugegen, beinahe noch Kinder; aber wie Achilles mit dem Marke wilder Thiere, wie Pyrrhus mit Bärenfleiſch aufgezogen; es waren Banditenzög⸗ linge Schillers, Vehmrichterlehrlinge, es war jene ſeltſame Generation, welche auf die großen politiſchen Convulſionen folgt, wie die Titanen dem Chaos, die Hydern der Sündfluth, wie endlich die Geier und Raben einem Gemetzel.

Es war das eherne, theilnahmloſe, unverſöhnliche,

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