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Im Hintergrund des Hofes lag ein großes hell erleuchtetes Gebäude.
Der junge Mann richtete ſeine Schritte nach dem Gebäude; je näher er kam, deſto deutlicher ver⸗ nahm er Muſikklänge.
Er ſtieg eine Treppe hinauf und befand ſich in der Garderobe.
Er gab dem mit der Beſorgung der Ueberkleider beauftragten Controleur ſeinen Mantel.
„Hier eine Nummer,“ ſagte der Controleur zu ihm,„legen Sie die Waffen in dem Gange nieder, doch ſo, daß Sie ſie wieder erkennen.“
Morgan ſteckte die Nummer in die Taſche ſeines Beinkleids und trat in einen großen Gang, der in ein Arſenal umgewandelt war.
Es befand ſich hier eine wahre Waffenſammlung von allen Arten von Piſtolen, Donnerbüchſen, Cara⸗ binern, Degen, Dolchen. Da der Ball plötzlich durch einen Ueberfall der Polizei unterbrochen werden konnte, war es nöthig, daß jeder Tänzer augenblick⸗ lich ſich in einen Streiter verwandeln konnte.
Seiner Waffen entledigt, trat Morgan in den Ballſaal.
Wir zweifeln, daß die Feder im Stande wäre, unſern Leſern eine Idee von dem Anblick zu geben, den dieſer Ball bot.
Im Allgemeinen wurde man, wie dies ſchon ſein Name andeutet, auf dieſem Ball nur Kraft des ſelt⸗ ſamen Rechtes zugelaſſen, das den Eintretenden die von dem Convent oder der Gemeinde von Paris auf das Schaffot geſchickten, von Collot d'Herbois niedergeſchoſſenen, von Carrier ertränkten Verwandten


