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„Nun, da Du es biſt, der ihn einführt...“
„Ueberdies iſt er nicht dagegen, daß ich der Ver⸗ handlung anwohne; ich werde zwiſchen Ihnen und ihm ſtehen.“
Bonaparte ſann einen Augenblick nach.
„Nun, ſo laß ihn eintreten,“ ſagte er.
„Sie wiſſen, mein General, daß außer mir...
„Ja, der General Hedouville wird die Güte haben, eine Secunde zu warten: unſere Verhandlung iſt nicht der Art, daß ſie in einer Sitzung erſchöpft würde. Geh', Roland.“
A
Roland ging, ſchritt durch das Gemach Bourriennes,
kehrte in ſein Zimmer zurück und fand Morgan, der ſich die Füße wärmte, wie er geſagt.
„Kommen Sie, der erſte Conſul erwartet Sie,“ ſagte der junge Mann.
Morgan ſtand auf und folgte Roland.
Als ſie in das Cabinet Bonapartes traten, war er allein.
Er warf einen raſchen Blick auf den Anführer der Genoſſen Jehus, und zweifelte keinen Augenblick, daß es derſelbe Menſch ſei, den er in Avignon ge⸗ ſehen.
Morgan war einige Schritte vor der Thüre ſtehen geblieben und betrachtete ſeinerſeits Bonaparte mit
neugierigem Blicke, wodurch ſich ſeine Ueberzeugung
befeſtigte, daß es derſelbe ſei, den er an der Table d'Höte an jenem Tage geſehen, wo er das gefähr⸗ liche Wagſtück mit dem Zurückbringen der zweihun⸗ dert Louisd'ors gemacht, welche Jean Picot durch ein Verſehen geſtohlen worden.
„Treten Sie näher,“ ſagte er.
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