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ihre Märtyrer; glücklich in dieſer Welt ſind die Hel⸗ den, glücklich in der andern die Märtyrer!“
Der junge Mann hatte dieſe Worte mit einer Ueberzeugung ausgeſprochen, welche Roland rühren oder vielmehr in Erſtaunen ſetzen mußte.
„Aber,“ fuhr Morgan fort, indem er ziemlich raſch von der Begeiſterung zurücktam, und wieder in den heitern Ton verfiel, der der vorherrſchende Zug ſeines Charakters zu ſein ſchien,„ich bin nicht ge⸗ kommen, um politiſche Philofophie zu treiben; ich bin gekommen, um Sie zu bitten, mich bei dem erſten Conſul einzuführen.“
„Wie? beim erſten Conſul?“ rief Roland.
„Allerdings, leſen Sie meinen Brief noch ein⸗ mal; ich ſagte Ihnen, daß ich eine Bitte an Sie zu richten habe.“
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„d.
„Nun gut, dieſe Bitte iſt, mich bei dem General Bonaparte einzuführen.“
„Erlauben Sie mir; da ich dieſe Frage nicht er⸗ wartete...
„Sie ſetzt Sie in Erſtaunen; noch mehr, ſie be⸗ unruhigt Sie, mein lieber Oberſt, Sie können, wenn Sie meinem Worte nicht trauen, mich von Kopf bis zu den Füßen durchſuchen und Sie werden ſehen, daß ich keine andere Waffen habe, als dieſe Piſtolen, die ich nicht mal mehr habe, weil ſie auf Ihrem Tiſche liegen. Mehr noch, nehmen Sie eines der Piſtolen in jede Hand, ſtellen Sie ſich zwiſchen mich und den erſten Conſul und zerſchmettern Sie mir bei der erſten verdächtigen Bewegung, die ich mache, das Hirn. Convenirt Ihnen die Bedingung?“


