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„Ich wünſche nichts mehr. Denken Sie ſich, General, in der Nähe von Bourg iſt eine Karthauſe.“ „Die Karthauſe von Seillon; ich kenne ſie.“
„Wie! Sie kennen die Karthauſe von Seillon?“ fragte Roland.
„Kennt der General nicht Alles?“ fragte Bour⸗ rienne.
„Kommen wir zur Karthauſe zurück; ſind noch Mönche da?“
„Nein; nur Geſpenſter.“
„Willſt Du mir etwa eine Geiſtergeſchichte er⸗ zählen?“
„Und eine der ſchönſten.“
„Teufel! Bourrienne weiß, daß ich dafür ſchwärme.“
„Nun denn, man ſagte mir bei meiner Mutter, daß es in der Karthauſe Geſpenſter gebe; Sie kön⸗ nen ſich denken, daß wir darüber im Klaren ſein wollten, Sir John und ich oder vielmehr ich und Sir John: wir brachten deßhalb— Jeder eine Nacht dort zu.“
„Wo das?“
„Nun, in der Karthauſe.“
Bonaparte machte mit dem Daumen ein unmerk⸗ liches Zeichen des Kreuzes, eine corſiſche Gewohn⸗ heit, die er nicht verlor.
„Ha, ha!“ machte er,„und haſt Du die Geſpen⸗ ſter geſehen?“
„Ich habe eines geſehen.“
„Und was haſt Du denn gemacht?“
„Ich ſchoß darauf.“
„Dann?“
„Dann ſetzte es ſeinen Weg fort.“


