Roland rüttelte an der maſſiven Thüre; ſie war nur geriegelt.
Sie öffnete ſich bei ſeinem erſten Verſuche: auf der andern Seite des Bodens fand er die Blutſpu⸗ ren wieder.
Dann gingen ſie durch das Geſträuch, den Weg entlang, welchen die Leute den Körper getragen.
Die gebrochenen Zweige und das zertretene Gras führten Roland nach der Lichtung des Waldes, die ſich auf den Weg von Pont d'Ain nach Bourg öff⸗ nete.
Dort ſchien der Körper, lebend oder todt, an der Böſchung des Grabens niedergelegt worden zu ſein.
Dann hörte jede Spur auf.
Ein Mann, der von der Richtung des Schloſſes Noires Fontaines kam, ging vorüber: Roland trat auf ihn zu.
„Habt Ihr nichts auf dem Wege geſehen, Nie⸗ manden begegnet?“ fragte er.
„Doch,“ antwortete er,„ich ſah zwei Bauern, welche einen Körper auf einer Bahre trugen.“
„Ah!“ rief Roland,„war es der Körper eines Lebenden oder Todten?“
„Der Menſch war blaß und bewegungslos und ſah ganz aus, wie wenn er todt wäre.“
„Floß das Blut noch?“
„Ich ſah Tropfen auf dem Wege.“
„Dann lebt er.“
Und einen Louisd'or aus der Taſche ziehend, ſagte er zu ihm:
„Da, einen Louisd'or, lauft zum Doctor Milliet
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