Teil eines Werkes 
2. Bd. (1847)
Entstehung
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Und wo iſt der liebe Knabe jetzt?

Warte nur, ich werde Dir ihn zeigen. Da unten jener, welcher eine Muskete in der Hand hat und eben ſchießen will.

Schießt er gut?

Auf hundert Schritte fehlt er nie einen Roſennobel.

Er muß ſehr gut bei der Meſſe dienen koͤnnen. Aber warte einmal.

Was iſt's?

Ja, ja, nein.

Kennſt Du meinen kleinen Jacob?

Ich, nicht im mindeſten.

Du glaubteſt ihn aber zu kennen?

Ja, es war mir als haͤtte ich ihn eines Tages oder vielmehr in einer Nacht, als ich im Beichtſtuhle einge⸗ ſchloſſen war, in einer gewiſſen Kirche geſehen. Aber nein, ich irrte mich; er war es nicht.

Diesmal, das muͤſſen wir geſtehen, ſtimmten die Worte Chicot's mit der Wahrheit nicht ganz zuſammen. Chicot war ein zu guter Geſichterkenner, als daß er ein Geſicht, das er einmal geſehen, je wieder vergeſſen ſollte.

Der kleine Jacob, wie ihn Gorenflot nannte, lud wirk⸗ lich, waͤhrend er, ohne es zu ahnen, von dem Prior und deſ⸗ ſen Freunde beobachtet wurde, eine ſchwere Muskete, die ſo lang war wie er ſelbſt; dann ſtellte er ſich hundert Schritt vom Ziele auf, trat mit dem rechten Fuße in ganz

militairiſcher Genauigkeit zuruͤck und legte an. Der Schuß

knallte und die Kugel fuhr unter dem lauten Beifalle der Moͤnche mitten in das Ziel.