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Morgen nicht ganz wohl; wenn Ihr Euere koſtbare Ge⸗ ſundheit ſchonen wollet, ſo will ich heute fur Euch das Com⸗ mando ubernehmen.“
„Das iſt mir allerdings genehm“, antwortete Mode⸗ ſtus;„ich fühle mich wirklich nicht wohl; ich kann kaum Athem ſchoͤpfen.“
Borromaͤus verbeugte ſich und ſtellte ſich, als ſei er an ſolche Zuſtimmung ſchon gewoͤhnt, vor die Kuttentruppen.
„Welch gefälliger Diener!“ ſagte Chicot;„der Mann iſt eine wahre Perle.“
„Er iſt liebenswuͤrdig, ich ſagte Dir es ja“, antwortete Modeſtus.
„Ich bin üͤberzeugt, daß er Dir alle Tage dieſen Dienſt erzeiget.“
„Ja, alle Tage,— er iſt unterwurfig wie ein Sclav; ich kann ihm nichts als ſeine zu große Zuvorkommenheit zum Vorwurfe machen. Demuth iſt nicht Knechtſchaft“, ſetzte Gorenflot ſententios hinzu.
„So haſt Du eigentlich nichts zu thun hier und kannſt Dich auf das Ohr legen, um zu ſchlafen. Bruder Borro⸗ maus wacht fuͤr Dich.“
„Ach ja.“
„Das wollte ich nur wiſſen“ ſagte Chicot, deſſen Auf⸗ merkſamkeit ſich allein auf Borromaͤus richtete.
Es war ein bewundernswurdiger Anblick wie der Kloſterſchatzmeiſter, gleich einem Schlachtroſſe, unter der Ruͤſtung ſich gerade aufrichtete. Aus ſeinen Augen ſchoſſen Flammen; ſein kraͤftiger Arm bewegte den Degen ſo ge⸗ ſchickt, wie es nur ein Fechtmeiſter hätte thun können.


