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Zwanzig Jahre nachher. 11.-14. Bändchen
Entstehung
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ſtieß die ſchöne Herzogin ein lautes Geſchrei aus. Der Krieg machte ſie zur Königin, der Frieden führte ihre Abdankung herbei. Sie erklärte, daß ſie nie den Ver⸗ trag unterzeichnen würde, und wollte einen ewigen Krieg.

Als jedoch Aramis ihr dieſen Frieden unter ſeinem wahren Lichte, nämlich mit ſeinen Vortheilen dar⸗ geſtellt, als er ihr im Austauſch gegen ihr precäres und beſtrittenes Königthum von Paris das Vicekönig⸗ thum des Pont⸗de⸗Arche, d. h. der ganzen Normandie gezeigt hatte, als er an ihren Ohren die von dem Cardinal verſprochenen fünfmal hunderttauſend Franken klingeln und vor ihren Augen die Ehre glänzen ließ, die ihr der König erwies, indem er ihr Kind über die Taufe hob, da proteſtirte Frau von Longueville nur noch in Folge der Gewohnheit zu proteſtiren, welche die hübſchen Frauen haben, und vertheidigte ſich nur, um ſich zu ergeben.

Aramis fiellte fich, als glaubte er an die Wahr⸗ heit ihres Widerſtandes, und wollte ſich in ſeinen eige⸗ nen Augen das Verdienſt nicht nehmen, ſie überredet zu haben.

Madame, ſagte er zu ihr,Ihr wolltet einmal den Herrn Prinzen, Euern Bruder, den größten Feld⸗ herrn unſerer Zeit tüchtig klopfen, und wenn die

Frauen von Genie einmal etwas wollen, ſo gelingt es

ihnen immer. Es iſt Euch gelungen: der Herr Prinz iſt geſchlagen, da er nicht mehr Krieg führen kann. Nun zieht ihn auf unſere Partei herüber, macht ihn ganz ſachte von der Königin los, die er nicht liebt, und von Herrn von Mazarin, den er verachtet. Die Fronde iſt eine Komödie, von der wir bis jetzt nur den erſten Akt geſpielt haben. Erwarten wir Herrn von Mazarin bei der Entwicklung, d. h. an dem Tage, wo der Herr Prinz, durch Euch angetrieben, ſich gegen den Hof gewendet haben wird.

Frau von Longueville wurde überredet, Sie war