17
aber es gelang unſern vier Freunden, welche vor Allem bange hatten, was ſie in das Licht ſetzen konnte, ſich dieſer Huldigung zu entziehen. Sie gewannen je⸗ doch Eines bei dieſer herculiſchen Kundgebung: die Menge öffnete ſich vor ihnen, und ſie erreichten damit, was ihnen einen Augenblick vorher unmöglich geſchienen hatte, ſie konnten bis zum Palaſte vorvringen. Ganz London drängte ſich an den Thüren der Tribunen; als die vier Freunde endlich Eintritt erlangten, fanden fie auch die erſten Bänke bereits beſetzt. Das war nur halb ſchlimm für Menſchen, welche nicht erkannt ſein wollten; zufrieden, ſo weit gekommen zu ſein, ſetzten ſie ſich daher auf ihre Plätze, mit Ausnahme von Porthos, welcher ſein rothes Wamms und ſeine grünen Bein⸗ kleider zeigen wollte und ſehr bedauerte, daß er nicht in der erſten Reihe erſcheinen konnte.
Die Bänke waren amphitheatraliſch geordnet und die vier Freunde beherrſchten von ihrem Platze aus die ganze Verſammlung. Der Zufall hatte es gefügt, daß ſte auf der mittlern Gallerie eingetreten waren und ſich gerade dem für Karl!. beſtimmkn Lehnſtuhle gegen⸗ über befanden.
Gegen eilf Uhr Morgens erſchien der König auf der Schwelle des Saales. Er trat umgeben von Wachen, aber mit bedecktem Haupte und mit ruhiger Miene ein und ließ in allen Richtungen einen Blick voll Sicherheit umherlaufen, als ſollte er den Vorſitz bei einer Verſammlung ergebener, demüthiger Unterthanen führen und nicht die Anklagen eines meuteriſchen Ge⸗ richtshofes beantworten.
Stolz, daß ſie einen König zu demüthigen hatten, ſchickten ſich die Richter ſichtbar an, von dem Rechte, das ſie ſich angemaßt, Gebrauch zu machen. Dem zu Folge ſagte ein Gerichtsdiener zu dem König, es wäre gebräuchlich, daß der Angeklagte vor ſeinen Richtern das Haupt entblößte.
Zwanzig Jahre nachher, w. 2


