Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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Nun denn! ſo wechſelt dieſe Coearde, und wenn Ihr eine Livree tragen wollt, ſo ſei es wenigſtens die der Stadt Paris, der Mutter von uns Allen Blau und Roth, Freunde, Blau und Roth.*)

Ja, ja, riefen alle Stimmen,Blau und Roth.

Bei dieſen Worten tritt jeder ſeine grüne Cocarde mit den Füßen, Jeder verlangt Bänder; da öffnen ſich wie durch einen Zauber die Fenſter, und es regnet rothe und blaue Bänder in Strömen.

Die Schürzen, die ſeidenen Kleider, die Hals⸗ tücher, die Vorhänge werden zerſtückt und in Fetzen zerriſſen; ihre Fragmente bilden ſich zu Knoten, zu zu Schärpen. Jeder nimmt ſeinen Theil avon.

Wonach das kleine Heer von Billot ſich wieder in Marſch ſetzte.

Unter Weges rekrutirte es ſich: alle Arterien des Faubourg Saint⸗Antvine ſchickten ihm, als es vorüber marſchirte, zu, was ſie Heißeſtes und Lebhafteſtes an Volksblut hatten.

Man gelangte in ziemlich guter Ordnung zur Höhe der Rue Lesdiguieres, wo ſchon eine Maſſe von Reu⸗ gierigen, die Einen ſchüchtern, die Andern ruhig, wieder Andere übermüthig, die von einer glühenden Sonne verzehrten Thürme der Baſtille anſchauten.

Die Ankunft der Trommler des Volks vom Fau⸗ bourg Saint⸗Antoine her;

Die Ankunft von hundert franzöſiſchen Garden vom Boulevard;

Die Ankunft von Billot und ſeinem Haufen, der

*) Später machte Lafayette die Bemerkung, Blau

und Roth ſeien auch die Farbe des Hauſes Orleans, und fügte die weiße Farbe bei, indem er zu denen, welche ſie annahmen, ſagte:Ich gebe Euch eine Cocarde, welche die Reiſe um die Welt machen wird.