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brannte. Mitten unter dieſem Tumult wurden fünf⸗ hundert Louis d'or geſtohlen.
Man trank den Wein der Keller, und als man keinen Wein mehr hatte, trank man die Farben der Fabrik, die man für Wein hielt.
Dieſe garſtige Handlung nahm den ganzen Tag des 27. ein.
Man ſchickte den dreißig Mann einige Compagnien franzöſiſche Garden zu Hülfe; ſie ſchoſſen Anfangs blind und dann ſcharf. Mit den franzöſiſchen Garden ver⸗ banden ſich gegen Abend die Schweizer von Herrn von Bezenval. Die Schweizer treiben keinen Scherz mit Revolu⸗ ionen.
Die Schweizer vergaßen, daß ſie Kugeln in ihren Patronen hatten, und da die Schweizer von Natur Schützen, und zwar gute Schützen ſind, ſo blieben etliche und zwanzig Plünderer auf dem Platze.
Einige von ihnen hatten ihren Antheil an den er⸗ wähnten fünfhundert Louis d'or bei ſich, welche aus dem Secretaire von Reveillon in die Taſche der Plün⸗ derer, und aus der Taſche der Plünderer in die der Schweizer übergingen.
Bezenval hatte Alles in ſeinem Namen gethan, un⸗ ter ſeinen Hut genommen, wie man zu ſagen pflegt.
Der König dankte ihm nicht und tadelte ihn nicht.
Wenn aber der König nicht dankt, ſo tadelt er.
Das Parlament eröffnete eine Unterſuchung.
Der König ſchloß ſie.
Der König war ſo gut!
Wer hatte das Volk ſo entzündet?
Niemand konnte es ſagen.
Hat man nicht bisweilen bei großen Sommerhitzen
Brände ohne Urſache eniſtehen ſehen?
Man beſchuldigte den Herzog von Orleans. Die Beſchuldigung war albern, ſie ſiel.


