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„Geduld. Hoffe und arbeite. „Lillebonne, den 7. Juli 1789.
„N S.
„„Man verhaftet mich der Freiheit wegen.
„Ich habe einen Sohn im College Louis⸗le⸗Grand in Paris. Derjenige, welcher dieſes Buch findet, wird gebeten, es im Namen der Menſchenliebe meinem Sohn zukommen zu laſſen; er heißt Sebaſtian Gilbert.““
„Und dieſes Buch?“ fragte Billot, keuchend vor Aufregung.
„Er legte ein Goldſtück hinein, umband es mit einer Se und warf es durch das Fenſter.“ „Und?
„Und der Pfarrer fand es. Er wählte unter den Gemeindeangehörigen einen kräftigen jungen Mann und ſagte zu ihm:
„Laß zwölf Franken Deiner Familie, die kein Brod hat, und mit den andern zwölf trage dieſes Buch nach Paris zu einem armen Knaben, dem man den Vater genommen, weil er das Volk zu ſehr liebt.““
ei junge Mann iſt geſtern Mittag hier ange⸗ fommen und hat mir das Buch meines Vaters über⸗ geben; daher weiß ich, daß mein Vater verhaftet iſt.“
„Ah! ah!“ rief Billot,„das ſöhnt mich ein wenig mit den Pfarrern aus. Leider ſind ſie nicht alle, wie dieſer; und der brave junge Mann, wo iſt er?“
„Er iſt geſtern Abend wieder abgegangen; er hofft ſeiner Familie fünf Livres von den zwölf Lipres, die er mitgenommen, zurückzubringen.“
„Schön! ſchön!“ ſagte Billot, vor Freude weinend. „Ohl das Volk! es hat viel Gutes, Gilbert.“
„Nun wiſſen Sie Alles.“
7.
„Ja. „Sie verſprachen mir, wenn ich reden würde, mir meinen Vater zurückzugeben. Ich habe geredet, denken Sie an Ihr Verſprechen.“ „Ich habe Dir geſagt, ich werde ihn retten, oder


