Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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verhaftet, eingeſperrt worden; mein Vater iſt in der Gewalt der Tyrannen!

In der Gewalt der Tyrannen! rief Billot;ſprich, mein Kind, was willſt Du damit ſagen?

Ja! ja! riefen die Knaben,Sebaſtian hat Recht; man hat ſeinen Vater verhaftet; und da das Volk die Gefängniſſe geöffnet hat, ſo will er, daß man auch das Gefängniß ſeines Vaters öffne.

Ho! ho! ſprach der Pächter, indem er mit ſeinem Herculesarm am Gitter rüttelte,man hat den Doctor Gilbert verhaftet. Alle Wetter! die kleine Catherine hatte alſo Recht?

Ja, mein Herr, fuhr der junge Gilbert fort, man hat meinen Vater verhaftet, und darum will ich flichen, darum will ich ein Gewehr nehmen, darum

ich mich ſchlagen, bis ich meinen Vater befreit abe!

Seine Worte wurben begleitet und unterſtützt durch hundert wüthende Stimmen, welche riefen:

Waffen! Waffen! man gebe uns Waffen!

Auf dieſe Rufe ſtürzte die Menge, die ſich, eben⸗ falls von heldenmüthigem Eifer beſeelt, in der Straße zuſammengeſchaart hatte, nach den Gittern, um den jungen Leuten die Freiheit zu geben.

Der Vorſteher warf ſich Rriſchen den Schülern und den Stürmenden auf die Kniee und ſtreckte ſeine Arme flehend durch das Gitter.

Oh! meine Freunde! meine Freunde! rief er, reſpectiren Sie dieſe Kinder!

Ob wir ſie reſpectiren! ſagte einer von der franzöſiſchen Garde;ich glaube wohl! Das ſind hübſche Jungen, welche die Uebung wie die Engel machen werden.

Meine Freunde! meine Freunde! Dieſe Kinder

nd ein Gut, das ihre Eltern mir anvertraut haben; ich bin für ſie verantwortlichz ihre Eltern rechnen auf mich; ich bin ihnen mein Leben ſchuldig; doch in des Himmels Namen, führt die Kinder nicht weg!