Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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Was wollen Sie von mir, mein Herr? fragte

der junge Sebaſtian den Pächter. Wollen Sie ihn mitnehmen? rief der Vorſteher, erſchrocken bei dem Anblick der zwei bewaffneten Men⸗ ſchen, von denen der eine, derjenige, welcher das Wort an den jungen Gilbert gerichtet hatte, ganz mit Blut bedeckt war.

Der Knabe ſchaute ſeinerſeits dieſe zwei Menſchen mit Erſtaunen an und ſuchte, jedoch vergebens, ſeinen, ſeitdem er ihn verlaſſen, übermäßig groß gewordenen und unter der kriegeriſchen Rüſtung, die er angelegt, völlig veränderten Milchbruder Piton wiederzuerken⸗ nen.

Ihn mitnehmen! rief Billot;den Sohn von Herrn Gilbert mitnehmen; ihn in dieſes Gemenge füh⸗ ren; ihn der Gefahr ausſetzen, einen ſchlimmen Schlag zu bekommen! Oh! bei meiner Treue, nein!

Sehen Sie, Sebaſtian, ſagte der Vorſteher,ſehen Sie, Wüthender, ſogar Ihre Freunde wollen nichts von Ihnen. Denn dieſe Herren ſcheinen Ihre Freunde zu fein. Höret, meine Herren, höret, junge Zöglinge, höret, meine Kinder, rief der arme Vorſteher,gehorchet mir, gehorchet, ich befehle es; gehorchet, ich bitte Euch in⸗ ſtändig.

Oro optestorque, ſagte Pitou.

Mein Herr, ſprach der junge Gilbert mit einer für einen Knaben von ſeinem Alter außerordentlichen Feſtigkeit;behalten Sie meine Kameraden zurück, wenn es Ihnen gutdünkt, aber ich, verſtehen Sie wohl, ich will hinaus.

Er machte eine Bewegung gegen das Gitter. Der Profeſſor hielt ihn am Arm zurück.

Doch er ſchüttelte ſeine ſchönen kaſtanienbraunen Haare auf ſeine bleiche Stirne und rief:

Mein Herr, geben Sie wohl Acht, was Sie thun. Ich bin nicht in ver Lage der Andernz mein Vater iſt

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