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Ange Pitou wurde im Alter von zwölf Jahren
Waiſe, zu welcher Zeit er das Unglück gehabt hatte, ſeine Mutter zu verlieren, deren einziger Sohn er geweſen. Damit iſt geſagt, daß ſeit dem Tode ſeines Vaters, welcher ſtarb, ehe er das Alter des Be⸗ wußtſeins erreichte, Ange Pitou, von ſeiner Mutter angebetet, ungefähr gethan, was er gewollt, was, ſeine phyſiſche Erziehung ungemein entwickelt, aber ſeine moraliſche Erziehung gänzlich im Rückſtand gelaſſen hatte. In dem reizenden Dorfe Haramont, das, eine Meile von der Stadt, mitten im Walde lag, geboren, waren ſeine erſten Ausflüge der Erforſchung bes heimath⸗ lichen Waldes und die erſte Anwendung ſeines Ver⸗ ſtandes der Bekriegung der Thiere, die ihn bewohnten, geweiht geweſen. Aus dieſem, einem einzigen Ziele zugewendeten Streben erfolgte, daß mit zehn Jahren Ange Pitou ein ausgezeichneter Wilddieb und ein Vogelſteller erſten Ranges war, und zwar ohne Arbeit und beſonders ohne Lectionen, ganz allein durch die Stärke des von der Natur dem inmitten der Wälder geborenen Menſchen verliehenen Inſtinctes, der ein Theil von demjenigen zu ſein ſcheint, welchen ſie den Thieren gegeben hat. Es war ihm auch nicht eine ährte von Haſen oder Kaninchen unbekannk. Auf drei Meilen in der Runde war nicht ein Tränkherd ſeiner Forſchung entgangen, und überall fand man die Spuren ſchnes Meſſers auf den für den Vogelfang geeigneten Bäumen. Durch dieſe unabläſſig wieder⸗ holten Uebungen hatte Piton eine ganz außerordent⸗ liche Stärke erlangt.
Mittelſt ſeiner langen Arme und ſeiner ſtarken Kniee, die ihm die reſpectabelſten Aeſte zu umfangen geſtatteten, ſtieg er auf die Bäume, um die höchſten Reſter mit einer Behendigkeit und Sicherheit auszu⸗ nehmen, die ihm die Bewunderung ſeiner Kameraden zuzog und unker einer dem Aeguator näheren Breite die Ichtung der Affen bei der Jagd mit der Lockpfeife


