Teil eines Werkes 
Denkwürdigkeiten eines Arztes : [Dritte Abteilung], Ange Pitou : 1.-4. Bändchen (1851) Mémoires d'un médecin
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dem der Abbé Fortier ſeine beſten Schüler zu ver⸗

danken gehabt hatte, und deſſen Anwendung, obgleich ſie häufiger und ausgedehnter bei Ange Pikvu, als bei irgend einem Andern, vorgekommen, wie man geſehen, von einem nur mittelmäßigen Reſultat geweſen war. Während Ange Pitou, eine letzte Thräne trocknend, mit ſeinem Pulte auf dem Kopf nach dem Pleur, dem Quartiere der Stadt wandert, wo ſeine Tante wohnt, ſagen wir ein paar Worte von ſeinem Aeußern und

von ſeinen Lebensvorgängen.

II.

Worin bewieſen wird, daß eine Tante nicht immer eine Mutter iſt.

Louis Ange Pitou war, wie er dies ſelbſt in ſeinem Geſpräche mit dem Abbé Fortier geſagt, in der Zeit, wo ſich dieſe Geſchichte eröffnet, ſiebzehn und ein halbes Jahr alt. Es war ein langer, hagerer Junge, mit gelben Haaren, rothen Wangen und fayenceblauen Augen. Die Blüthe der friſchen, unſchuldigen Jugend dehnte ſich auf ſeenem breiten Mund aus, deſſen dicke Lippen, indem ſie ſich übermäßig ſpalteten, zwei voll⸗ ſtändige Reihen furchtbarer Zähne entblößten, furcht⸗ bar fuͤr diejenigen, deren Rittagsbrod ſie zu cheilen beſtimmt waren. Am Ende ſeiner langen, knochigen Arme hingen, ſolid befeſtigt, Hände ſo breit wie Tennenpatſchen; ziemlich gebogene Beine, Kniee, ſo dick wie Kindsköpfe, welche ſeine enge ſchwarze Hoſe ſpringen machten, ungeheure Füße, die jedoch bequem in den durch den Gebrauch gerötheten kalbsledernen

S Flatz hatten: dies war, mit einer Art von Kittel von brauner Sarſche, das genaue, unparteiiſche

Signalement vom Erſchuler des Abbé Fortier. Es hleiht uns noch die morgliſche Seite zu ſchildern.