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Landſtraße zu reiſen, und Gaftfreundſchaft anſprechend, wenn ſie keine Herberge fanden.“
„In der That, es iſt durchaus ſo,“ rief Frau von Chevreuſe in die Hände klatſchend;„es wäre wirklich ſeltſam..“ ſie hielt inne.
„Wenn ich den zwei Flüchtlingen bis an das Ende ihrer Reiſe folgte?“ ſprach Athos.„Nein, Madame, ich werde Ihre Augenblicke nicht ſo ſehr mißbrauchen, und wir begleiten ſie nur bis in ein kleines Dorf im Limouſin zwiſchen Tulle und Angouléme, in ein kleines Dorf, das man Roche⸗l'Abeille nennt.“
Frau von Chevreuſe ſtieß einen Schrei des Er⸗ ſtaunens aus und betrachtete Athos mit einem Aus⸗ drucke von Verwunderung, der den ehemaligen Musketier lächeln machte.
„Geduld, Madame,“ fuhr Athos fort;„denn was ich Euch noch zu ſagen habe, iſt viel ſeltſamer, als das bereits Geſagte.“
„Mein Herr,“ ſprach Frau von Chevreuſe,„ich halte Euch für einen Zauberer und bin auf Alles ge⸗ faßt. Aber gleichviel, fahrt nur fort.“
„Diesmal war die Tagreiſe lang und ermüdend geweſen. Es herrſchte bereits eine läſtige Kälte, es war am 11. Oktober. Dieſes Dorf bot weder ein Schloß noch eine Herberge. Die Bauernhöfe ſahen arm⸗ ſelig und ſchmutzig aus. Marie Michon war eine ſehr ariſtokratiſche Perſon und, wie die Königin, ihre Schwe⸗ ſter, an gute Gerüche und feine Wäſche gewöhnt. Sie beſchloß alſo, ſich Gaſtfreundſchaft im Pfarrhauſe zu erbitten.“
Athos machte eine Pauſe.
„Oh, fahrt fort,“ ſprach die Herzogin,„ich ſagte Euch bereits, ich wäre auf Alles gefaßt.“
„Die zwei Reiſenden klopften an die Thüre. Es
war ſpät, der Prieſter hatte ſich bereits zu Bette ge⸗ legt, er rief ihnen zu, ſie mögen eintreten. Sie tra⸗ ten ein, denn die Thüre war nicht geſchloſſen; das


