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Baſe von Aramis, dieſe Marie Michon, dieſe junge Rähterin hatte trotz ihres niedrigen Standes die höch⸗ ſten Bekanntſchaften. Sie nannte die vornehmſten Da⸗ men des Hofes ihre Freundinnen, und die Königin, ſo ſtolz ſie auch in ihrer doppelten Eigenſchaft als Oeſter⸗ reicherin und Spanierin war, nannte ſie ihre Freundin.“
„Oh!“ ſprach Frau von Chevreuſe mit einem leich⸗ ten Seufzer und einer kleinen Bewegung der Augen⸗ brauen, die nur ihr eigenthümlich war,„die Dinge haben ſich ſeit jener Zeit gewaltig verändert.“
„Und die Königin hatte Recht,“ fuhr Athos fort, „denn ſie war ihr ſehr ergeben, ergeben bis zu einem Grade, daß ſie ihr als Vermittlerin mit ihrem Bruder, dem Könige von Spanien, diente.“
„Was ihr jetzt als ein großes Verbrechen ange⸗ rechnet ward,“ verſetzte die Herzogin.
„So,“ fuhr Athos fort,„ſo, daß der Cardinal, der
wahre Cardinal, der andere, an einem ſchönen Morgen
beſchloß, die arme Marie Michon verhaften und nach dem Schloſſe Loges führen zu laſſen. Glücklicher Weiſe ließ ſich die Sache nicht ſo geheim ausführen, daß der Plan nicht ruchbar geworden wäre. Man hatte für den Fall vor⸗ hergeſehen: wenn Marie Michon von irgend einer Ge⸗ fahr bedroht wäre, ſollte ihr die Königin ein in grü⸗ nen Sammet gebundenes Gebetbuch zuſchicken.“
„So iſt es, mein Herr, Ihr ſeid gut unterrichtet.“
„Eines Morgens kam das Buch, überbracht von dem Prinzen von Marſillac. Es war keine Zeit zu verlieren. Glücklicher Weiſe wußten Marie Michon und eine Dienerin, die ſie hatte, Namens Ketty, ſich auf eine bewunderungswürdige Weiſe in Männerklei⸗ dern zu bewegen. Der Prinz verſchaffte ihnen ſolche, Marie Michon eine Cavalierstracht und Ketty einen Lackeienanzug, und übergab ihnen zwei Pferde. Die Flüchtigen verließen raſch Tours und erreichten Spa⸗ nien, zitternd bei dem geringſten Geräuſche, Fußpfaden im Walde folgend, weil ſie es nicht wagten, auf der
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