Teil eines Werkes 
1. Band (1872)
Entstehung
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zur Abſtimmung gekommen, ſo hätten ſie noch einmal die Majorität für ſich gehabt, aber das Volk wurde ungeduldig, und die feigen Burſchen zitterten für ihr erbärmliches Leben.“

„Wir haben gewirkt, ſo viel wir konnten,“ erwiderte der Marquis, „zum Kampf auf den Barrikaden ſollte es nicht ommen—“

„Nein, das wollte ich nicht, eine blutige Revolution hätte die moraliſche Macht des Feindes verſtärkt und uns die Sympathieen des Auslandes entzogen.“ 1

„Glauben Sie, daß wir dieſe Sympathieen jetzt haben?“

„Gewiß! England und Amerika werden der Republik zujauchzen, ſie werden verlangen, daß Preußen mit dem franzöſiſchen Volke Frieden ſchließt.“

„Und wird Preußen dieſem Verlangen nachgeben?“

„Nein!“

„Und wozu iſt die Regierung entſchloſſen?“

„Zum Kampf bis auf's Meſſer.“

„Er wird Frankreich ruiniren!“

„Frankreich iſt ein reiches Land, es hat unerſchöpfliche Hülfsquellen. Noch iſt Bazaine mit einer großen Armee in Metz, er muß ſich be⸗ haupten, bis wir von Paris die Gefahr abgewendet haͤben.“

„Bazaine iſt ein Verräther!“

„Bah, er wird ſich erinnern, daß ſeine Zukunft nun in unſeren Händen liegt. Vor allen Dingen muß für die Befeſtigung und Ver⸗ proviantirung der Hauptſtadt Sorge getragen werden, die Preußen werden binnen einigen Tagen hier ſein und die Stadt cerniren. Es iſt ſchon viel geſchehen, aber Manches muß noch geſchehen, indeß, alle Vorbereitungen ſind ſchon getroffen, und wenn die Preußen nur noch acht Tage ausbleiben, ſind wir fertig. Die Verbindungen mit den Provinzen ſind hergeſtellt, wir werden unterirdiſche Telegraphen, Luft⸗ ballons, Taucherſchiffe und eine Taubenpoſt haben, dieſe Verbindungen genügen. Wir haben Soldaten, Waffen, Munition und Lebensmittel

im Ueberfluß, Paris kann ſich ein halbes Jahr behaupten, und ich vertraue darauf, daß Trochu ſeine Schuldigkeit thun wird. Inzwiſchen werde ich in den Provinzen neue Armeen aus der Erde ſtampfen, ich werde alle Männer zu den Waffen rufen und tüchtige Generale an ihre Spitze ſtellen.“

„Aber woher nehmen Sie die Waffen?“

„England und Amerika liefern ſie.“