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hatte ja, ſeit Fiore aus ihrer Nähe geriſſen worden war, keine wahrhaft befreundete Seele mehr um ſich gehabt, kein theilnehmendes Herz mehr, dem ſie all das unnennbare Leid, das ſie drückte, hätte mittheilen kön⸗ nen. Seit mehr als zwanzig Jahren war dieſer ſo unerhoffte Beſuch der erſte wirklich dunſtloſe Lichtſtrahl in ihr ſo traurig vereinſamtes Daſein, und ſo trat ſie denn froher Hoffnungen voll zum Empfange ihres Gaſtes in den Salon ein.
Sie traf dort einen ſtattlichen Mann, der unge⸗ fähr in Dallmavi's Alter ſtehen mochte. Sein blühen⸗ des Ausſehen ließ ihn jedoch um viele Jahre jünger erſcheinen und ſchon ſeine erſten Worte verriethen, daß er Bildung und gefällige Manieren beſitze.
Nachdem die gegenſeitige Begrüßung vorüber war und der Gaſt auf Mathildens Einladung ſich geſetzt hatte, begann dieſer:
„Ich bin im Beſitze wichtiger Nachrichten für eine Dame, deren Mutter aus der Farm Milfers am De⸗ laware ſtammt. Wenn ich mich nicht irre, ſo darf ich mich der Hoffnung hingeben, in Ihnen, Sennora, dieſe Dame gefunden zu haben.“
„Meine Mutter ſtammte allerdings von den Ufern des Delaware her“, entgegnete Mathilde.
„Aus Milfers?“


