Schmerze des trauernden Jünglings auf Alma's Grabe freien Lauf.
Als die Acten über Eskobadi geſchloſſen waren, glaubte Dallmavi noch einen letzten Verſuch zur Wie⸗ derherſtellung ſeiner Ehre wagen zu müſſen. Noch ein⸗ nal lud er alle einflußreichen Männer von Puebla zu Bankett und verſprach ihnen Genüſſe, die alles am erſten Abend Gebotene weit übertreffen ſollten.
Keiner der Geladenen ertheilte eine Rückantwort, und an dem beſtimmten Tage ließ ſich nicht ein ein⸗ ziger Gaſt in Dall lUmavi's Palaſte blicken. Der Mo⸗ narch über unzählbare Haufen Goldſtücke ſtand allein
einem
in Mitte ſeiner Herrlichkeiten, nur umgeben von einer ihn mit vorwurfsvollem Auge ſchweigend anſtarrenden Gattin, von einer durch Weinen noch häßlicher ge⸗ wordenen Tochter und von einem Troß ihm aus Furcht noch widerwillig gehorchender Sklaven. Rings um ihn war kein lebendes Auge, das Bewunderung oder
Theilnahme verrieth,— keines, als nur noch das ſeines racheglühenden, mißrathenen Sohnes.
„Es iſt eine Ver rewrng gegen uns im Werke, mein theurer Maurizio“, wendete Dallmavi ſich gegen ſeinen Sohn.„Sei's denn! Wir kön. ien die Hunde entbehren, die ohnehin nur von unſerm Fett ſchmauſen. Geld iſt Macht. Die Zeit der Abrechnung wird nicht


