Teil eines Werkes 
2. Band (1871)
Entstehung
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Auch Dallmavi entfernte ſich bald darauf wieder und ſchlug die Richtung gegen den Sklavenmarkt ein. Er hatte nicht den Muth gehabt, vorher noch ſeine Frau zu begrüßen. Das Bewußtſein der eben verübten Unthat drückte ihn ſchwerer als irgend eines ſeiner bisher begangenen Verbrechen. War es die Neuheit des Betrugs oder die demſelben zu Grund liegende Bosheit, über die ſogar ſein an Laſter aller Art bereits gewöhntes Gewiſſen nicht leichten Sinnes hinwegglei⸗ ten konnte? Raubte vielleicht die Beſorgniß, daß er die gehoffte Frucht dieſer neuen Schandthat kaum pflücken werde, ihm die bisher ſo ſtoiſche Gemüthsruhe? Selbſt die barbariſche Beſchäftigung mit den Greueln des Sklavenmarktes gewährte ihm heute nicht mehr die ge⸗ wohnte Zerſtreuung und er begab ſich bald im höchſten Unmuthe über die Unwillfährigkeit ſeiner eigenen Stim⸗ mung in eine benachbarte Locanda, um ſeine wider⸗ ſpenſtigen Gedanken durch den Genuß geiſtiger Getränke zu betäuben. Erſt ſpät in der Nacht kehrte er von dort in ungewöhnlich erregtem Zuſtande nach Hauſe zurück.

Mathilde ſaß bei ſeinem Eintreten leichenblaß und regungslos wie eine Statue auf dem Divan. Ihr ge⸗ röthetes Auge bewies, daß ſie während ſeiner Abweſen⸗ heit viel geweint hatte. Der kleine Maurizio lag ruhig ſchlafend neben ihr.