Jahrgang 
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eignen Vaſallen und Abhängigen ein Heer in's Feld ſtel⸗ len. Als er die Befehle des Königs empfing, brannte er vor Verlangen, ſich durch einen plötzlichen Einfall in das Königreich Granada auszuzeichnen; was ein glänzender Anfang des Kriegs ſeyn, und die Fürſten für die bei Ero⸗ berung Zahara's empfangne Beleidigung tröſten ſollte. Da ſeine Staaten nahe an den Mauriſchen Grenzen la⸗ gen, und plötllichen Einfällen unterworfen waren, hatte er immer eine Menge Adalide, oder Kundſchafter und Führer, mehrere von ihnen bekehrte Mauren, in ſeinem Solde. Dieſe ſandte er in allen Richtungen aus, die Bewegungen des Feindes zu beobachten, und ſich alle Art zur Sicherung der Grenze dienlicher Nachrichten zu verſchaffen. Einer dieſer Spione kam eines Tages zu ihm in ſeine Stadt Marchena, und benachrichtigte ihn, daß die Mauriſche Stadt Alhama eine geringe Beſatzung habe, und nachläßig bewacht würde, alſo leicht durch Ue⸗ berraſchung genommen werden könne. Es war dieß ein großer, reicher, bevölkerter Ort, wenige Meilen von Gra⸗ nada. Er lag auf einer felſigen Anhöhe, ganz nah von einem Fluß umgeben, und von einer Feſte vertheidigt, zu der nur durch einen ſteilen, klippenvollen Weg ein Zu⸗ gang möglich war. Die Feſtigkeit ſeiner Lage mitten im Reich hatte die ſorgloſe Sicherheit veranlaßt, welche jetzt zum Angriff einlud.

Den Zuſtand der Feſte völlig zu erforſchen, ſchickte der Marquis heimlich einen alten Soldaten dahin ab, welcher ſein ganzes Vertrauen beſaß, Sein Name war