leichtfertige Muth und die verwegene Heiterkeit ſeiner ſchö⸗ nen braunen Augen hatten etwas Einnehmendes.— Schöne Lady, ſagte er zu Thekla, bedürft Ihr eines Armes, um die unartige Hand dieſes Burſchen loszuwerden?
Ach ja, mein Herr! erwiderte ſie lebhaft. Befreit mich von dieſem Menſchen, mit dem ich nichts zu ſchaf⸗ fen habe.
He, guter Baſch! lächelte der hülfreiche Freund, da haſt du einen Schilling; aber nimm ihn mit der linken Hand.
Gereizt durch den Namen Baſch, der für Jagd⸗ und Fanghunde üblich war, ſchüttelte der Burſche brummend ſeinen ſtruppigen Lockenkopf, ohne die linke Hand von Thekla's Mantel loszulaſſen. Raſch hatte er ſtatt des Schillings einen derben Schlag von des Freundes Degen⸗ ſcheide ab, daß er das Gewand fahren ließ und mit lau⸗ ten Schimpfreden den Beiſtand der Umſtehenden anrief. Da machte ſich ein ſtattlicher Mann in einem Mantel und tief eingedrückten Federhute Platz durch das Gedränge, und trat zwiſchen Thekla und den Freund, den er un⸗ ſanft bei Seite ſchob. Mit Anſtand und der Miene eines Bekannten, der das verlegene Mädchen geleiten wolle, faßte er Thekla's Arm, indem er ihr gebückt mit artigem Lä⸗ cheln zuflüſterte: Bei allen Teufeln, folge mir nach Haus! Du gehſt in dein Unglück!
Thekla, furchtſam und verlegen, ließ ſich fortziehen; aber der zurückgeſtoßene junge Mann trat ihnen mit ge⸗ zogenem Degen in den Weg, und foderte Genugthuung für den erhaltenen Stoß.
Was fällt Euch ein? lachte der Gefoderte, der am Anzuge den Schauſpieler erkannte. Schlagt Euch mit


