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ich es verguͤten, wie kann ich dankbar dafuͤr ſein?
Laſſen wir das, verſetzte er ſanft. Ich folge meinem Herzen, vielleicht einer hoͤhern Fuͤgung. Ich weiß zwar, ich bin in Fleiſch und Blut ein ſchwacher Menſch, der ſich nicht vermeſſen ſollte, den Gefahren einer ſo einnehmenden Freund⸗ ſchaft zu trotzen. Lieber Gott! Wir ſuchen wol ehrlich und eifrig den Himmel, aber— wir wandeln dabei auf der Erde! Indeß duͤrfen wir uns, wenn auch nicht auf unſer eigenes Herz, doch auf die Barmherzigkeit Gottes ver⸗ laſſen. Ich ſage Ihnen nun Lebewohl! Dieſe Stunde bleibt ein Geheimniß zwiſchen uns. Nicht wahr, meine Gunaͤdige? Ihr Traum, mein Rath und Verſprechen, ewiges Stillſchweigen daruͤber! Ich will auch vor Ihrer Abreiſe keine Unterredung mehr mit Ihnen ſuchen. Der Him⸗ mel nehme Sie in ſeinen allmaͤchtigen Schutz! So ſage ich Ihnen Lebewohl!
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