ron Emil hat eine Empfindung gefaßt, die ſein richtig ſchlagendes Herz beurkundet. Dies Herz hat dem liebenswuͤrdigen Weſen Ihrer Fraͤulein Tochter Angelika nicht widerſtehen koͤnnen. Ich moͤchte in deutſcher Wortbedeutung— Toͤchter⸗ chen„Engelgleich“ ſagen. Er liebt ſie. Se⸗ hen Sie, theuerſte Baronin, ſolch' ein Band, wenn wir es zu einer chriſtlichen und adeligen Ehe einſegneten, welche reiche und fromme Zu⸗ kunft wuͤrde es nicht verknuͤpfen!
Alide ſuchte in Verlegenheit der Wendung des Geſpraͤchs zu entkommen, indem ſie keine tiefere Bedeutung auf die erſten Eindruͤcke fluͤch— tig ſich begegnender Jugend legte. Allein ſie ſteigerte damit nur die Betheuerungen des Kaplans, der ihr endlich geradezu erklaͤrte, er ſei beauftragt, um Angelika's Hand bei der Mutter zu werben. Baron Emil achte zu ſehr das Gaſtrecht bei dem Bruder, um ohne Zu⸗ ſtimmung der Mutter ſich dem Herzen der Ge⸗


