Jahrgang 
1
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Und eine ſanfte, maͤnnliche Stimme verſetzte darauf:

Ich beſchwoͤre Sie, Anna! Es iſt ja nur mein Bedienter, mein Franz! Sehen Sie doch hin! Er traͤgt ein Kaͤſtchen und etwas darin, womit ich Ihr Andenken eintauſchen will. Nur fuͤnf ruhige, vernuͤnftige Minuten! Gehen Sie nicht weiter, oder ich folge Ihnen ins Haus und bete mit dem Abbate eine Litanei eurer—

Guſtav und Veronika waren an das Fenſter getreten, wo ſie durch das Ladengitter, ohne ſelbſt bemerkt zu werden, uͤber das abſinkende Buſchwerk hinweg auf den hoͤher gelegenen Weg zur Gartenthuͤre blicken konnten. Sie ſahen vor der Graͤfin ſtehend einen ſchlanken, blaſſen jungen Mann, in welchem Veronika, der Be⸗

ſchreibung des Pfarrers nach, deſſen geheimniß⸗ vollen Gaſt zu erkennen glaubte.

Machen Sie's kurz, Edmund! unterbrach die

Graͤfin die letzte drohende Aeußerung des jungen