Jahrgang 
1
Einzelbild herunterladen

183.

Dieſer Gegenſtand iſt eben ſo unberufen zwi⸗ ſchen uns zur Sprache gekommen, liebe Ve⸗ ronika, wollten Sie mein Vertrauen nicht ver⸗ ſchmaͤhen? Ich moͤchte gerade mit Ihnen ein⸗ mal daruͤber reden; mit Andern vermeide ich es lieber. Ach Gott, ich bin oft innerlich ſo wund und bang, ich verlange ſo nach einer edlen Seele, die mich nicht misverſtaͤnde! Ich brauche Ihnen nicht zu ſagen, was Ihrem Blicke laͤngſt kein Geheimniß iſt, ich bin nicht ſo ganz befriedigt und gluͤcklich; allein ich liebe meine Frau, Gott ſei mein Zeuge! Und, glauben Sie mir, ich bin gerade ſtolz genug, ſie zu lieben, ſchon um die Art zu rechtfertigen, wie ich ſie mir gewonnen habe. Darf ich Ihnen erzaͤhlen und bekennen? Sie denken ſo klar und liebevoll.

Er ſtreckte ſeine Rechte uͤber den Tiſch nach ihr aus und Veronika ſchlug raſch ihre zarte Hand ein, indem ſie mit ihrem milden, großen Auge zu ihm hinuͤberſah. Ihre Miene, ihre