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Funfzehnter Auftritt. Chriſtel.
Wach'ich oder träum ich? War ſie es, die ihren Wankel muth bereute, mir wieder Liebe ſchwor— mich umarmte. O ich glücklichſter unter allen Men⸗ ſchen! Nein Herr General, verzeihen Sie mir, aber jetzt kann ich mich nicht todtſchießen laſſen, das werden ſie ſelbſt einſehen. Leben will ich(lachend) und leben laſſen, denn ich werde gewiß nicht umſonſt ein Ehemann ſeyn. Ich muß ſogleich zum Haupt⸗ mann, ihm abſagen. Aber wie? wenn er mich nicht los ließe?— Ey wie ſollte er nicht? Das gibt ja die Vernunft, daß die ältere Verbindung der neuern vorgeht. Fort mit dem Gedanken und mit allen, die mein Gluͤck verbittern könnten! Nicht einmahl an den Stahr will ich denken, der an der ganzen Geſchichte Schuld iſt. Halt! Der Stahr iſt unſchuldig, er iſt ein honnet-homme, es ging ihm wie mir, und wenn er jetzt hier wäre, ſo würde er ganz anders empfangen werden. Aber ich will auch ſtatt des Einen Stahrs künftig ihrer drey haben. „Ich liebe Mariannen“ braucht keiner zu lernen, denn das ſage ich ihr ſchon ſelbſt. Aber pfeifen ſollen mir die drey Kerle, und jeder anders.


