Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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P. S.

So eben fällt mir noch eine Anekdote von Hoff⸗ mann ein, die wohl ſo viel wie manche werth ſeyn mag, um erzählt zu werden. Ich befand mich eines Tages in Geſellſchaft beim Hofrath Markus; Hoffmann war zugegen und unter andern auch ein Schauſpieler von der dortigen Bühne; der Herr nahm ſich die Freiheit heraus, im Geſpräch immer einige Töne meines Organs zu parodiren die auch wohl wirklich des Parodirens werth ſeyn müſſen, denn leider mache ich dergleichen Er⸗ fahrungen noch alle Tage einige Zeit hörte Hoffmann mit niedergeſchlagenen Augen es an; da es aber immer häufiger wurde, ward er mit einem male feuerroth, rollte ſein Auge gegen den Paro⸗ deur, drehte ſich um und ſagte zum Hofrath Mar⸗ kus: ich habe nie glauben wollen, daß Bileams

Eſel die Stimme eines Menſchen nachahmen könne; aber nun bin ich völlig überzeugt! nahm ſeinen

Hut und gieng davon. Den Parodierenden focht dies aber ſo wenig an, daß er wohlgemuth da blieb, und trank, und friſch weg ſprach, nur das Parodiren vergaß er. Dennoch konnte dieſer Beweis von Rechtlichkeit mich Hoffmannen noch

nicht nähern, bis der vbige Zufall uns zuſammen⸗

führte.