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muͤhle trillen laſſen. Verzeih' es nur, mein ge⸗ liebteſter Freund, daß ich Dir wieder ſo viel vor⸗ klage! Mit' meinem zerriſſenen Leben trage ich eigentlich die Schuld meiner wenigen Standhaf⸗ tigkeit, meines Leichtſinns in fruͤheren Jahren.
Berlin, den z30. Aug. 1810. Ich ſchreibe keinen goldenen Topf mehr. So'was muß man nur recht lebhaft fuͤhlen, und ſich ſelbſt keine Iluſion machen.
Berlin, im Januar 18109.
Wohl geht es mir, wie Dir. Am Neujahrstage treten mit doppelter Friſche und Lebendigkeit die Bilder des vergangenen Lebens hervor, und man gedenkt der abweſenden Freunde mit wehmuͤthi⸗ ger Freudigkeit! Daher kommt es denn auch, daß ich ſchon ſeit mehreren Jahren vermieden, Neu⸗ jahrsabend und Neujahrstag, wie es ſonſt zu ge⸗ ſchehen pflegte, in rauſchender Geſellſchaft zuzu⸗ bringen. Ich gebe in dieſer Zeit in meinem ein⸗ ſamen Zimmer ganz meinen innern Gedanken Raum, und Erinnerungen ſind es, die wir, meine Frau und ich, uns gegenſeitig auffriſchen. So haben wir auch Deiner und zwar wohl auch als des beſten, bewaͤhrteſten, unwandelbarſten meiner
Freunde, gedacht, und nur deshalb mit ſchmerzli⸗


