Teil eines Werkes 
6. Bdchen (1831)
Entstehung
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vorzubringen, nur das Ganze rettungslos zer⸗ ſtören.

Die wunderbaren Sprünge und Capriolen un⸗ ſerer jetzigen Tänzer erinnern ſehr lebhaft an die ſinnreiche Art, wie die Araber ihre Kameele tanzen lehren. Beſagte Kameele werden nämlich auf ei⸗ nen Boden von Blech geführt, unter dem ein Feuer angezündet. So wie das Blech mehr und mehr erglüht, heben die Thiere die zierlichen Pföt⸗ chen höher und höher, und immer höher und konfuſer, ſo wie die Glnt ſteigt, ſo daß ſie zuletzt beinahe mit allen Vieren in den Lüften ſchweben! Das iſt denn recht artig anzuſehen, und man⸗ cher europäiſche Balletmeiſter mag bei dem Anblick dieſer reinen Natur in ihrer vollen Anmuth und Kraft, zur Erfindung ganz neuer abſonderlicher Pas begeiſtert worden ſeyn. Man merkt's an den Balleten der neueſten Gattung.

Die pantomimiſchen Convulſtonen des monoto⸗ nen oder ganz tonloſen Schauſpielers, könnte man, da der Krampf ſich vorzüglich in den Händen zeigt, billiger Weiſe, Händegeſchrei nennen. Der Zuſchauer wird dabei in den beängſtigenden Zuſtand des Tauben verſetzt, der die Worte blos ſieht, ohne ſie zu hören, oder wenigſtens zu verſtehen⸗.