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Die bekannte Anuekdote von dem Charlatan, der Flohpulver verkaufte und dem Bauer,(„auch gut,“) iſt noch ſehr gut zu benutzen, um daraus, wie es in den gestis romanorum heißt, eine vortreffli⸗ che Moralisatio zu ziehen; z. B. was du auf kur⸗ zem, ſicherm, Wege erlangen kannſt, ſollſt du nicht auf weitem, unſicherm ſuchen.
N. b. Die beiden ſich umarmenden Inden die Lichtenberg in Erz gegoßen wünſchte zum ewigen Denkmal..
Ein ſehr ſchönes Bild iſt von den ſogenannten deformirten Gemälden herzunehmen. Es ſind, z. B., auf einer Tapete, verſchiedene Theile, Züge eines Bildes, verſtreut, ſo daß man nichts Deutli⸗ ches wahrnimmt; aber ein beſonders dazu geſchlif⸗ fenes Glas vereinigt die verſtreuten Züge, und, durch daſſelbe ſchauend, erblickt man das Bild. (Wiegleb's Magie.)
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Ein alter Muſikmeiſter ſagte von einem Fräu⸗ lein, die, bei großer Fertigkeit, das Fortepiano
Geiſt- und Seelenlos ſpielte: Gott, wenn der
Gnädigſten doch ein Paar Hände in die Handſchuh' wüchſen, womit ſie über die Taſten herfährt.


